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Macht Social Media unglücklich? Der Blick hinter den Feed

Autorenbild: Deniz
Deniz
vor 13 Minuten
4 Min. Lesezeit
Macht Social Media unglücklich? Hand hält am Abend ein Smartphone mit Social-Media-Apps

Du willst abends nur kurz schauen, was es Neues gibt. Eine halbe Stunde später legst du das Smartphone weg und fühlst dich irgendwie schlechter als vorher: unruhig, leer oder ein bisschen unzufrieden mit dir selbst. Das ist kein Zufall und auch keine Schwäche. Es hat viel damit zu tun, was du beim Scrollen siehst und womit du dich dabei unbewusst vergleichst.


Nicht Social Media an sich macht dich unglücklich, sondern wie du es nutzt.

Warum fühle ich mich nach Social Media oft schlechter?

Weil du dort vor allem die schönsten Momente anderer Menschen siehst und dich damit vergleichst, ob du willst oder nicht. Die perfekte Wohnung, die Ferien am Meer, das gesunde Frühstück, der durchtrainierte Körper. Daneben wirkt der eigene Alltag schnell grau. Dabei ist er das gar nicht. Du siehst nur nicht, was bei den anderen hinter dem Bild liegt.


Dazu kommt: Ein Feed hat kein Ende. Es gibt keinen Moment, an dem man von selbst aufhört, wie am Ende eines Kapitels oder eines Films. Deshalb wird aus «nur kurz» so schnell eine halbe Stunde, und zurück bleibt das Gefühl, Zeit verloren zu haben. Wie ständige Benachrichtigungen den Kopf zusätzlich beschäftigen, habe ich im Beitrag über digitale Reize und mentale Ruhe beschrieben.


Macht Social Media unglücklich, oder kommt es auf die Nutzung an?

Es kommt stark darauf an, wie du es nutzt. Forschende unterscheiden dabei zwei Arten: Wer vor allem still zuschaut und durch fremde Bilder scrollt, fühlt sich danach eher schlechter. Wer schreibt, sich austauscht und mit Menschen in Kontakt bleibt, fühlt sich eher verbunden.


Eine Nachricht an eine Freundin, die weit weg wohnt, kann richtig guttun. Zwanzig Minuten Ferienfotos von Menschen, die du gar nicht kennst, meistens eher nicht. Social Media ist also nicht einfach schlecht. Die Frage ist nur: Nutzt du es, oder nutzt es dich?


Was passiert, wenn man eine Pause von Social Media macht?

Vielen geht es schon nach kurzer Zeit besser. In einer Studie aus England haben Menschen eine Woche lang Instagram, TikTok und Co. weggelassen. Danach fühlten sie sich wohler, ruhiger und weniger niedergeschlagen als die, die wie gewohnt weitergescrollt haben.


Und es muss nicht gleich eine ganze Pause sein. In einer anderen Studie reichte es schon, Social Media auf wenige Minuten am Tag zu begrenzen, damit sich die Teilnehmenden weniger einsam fühlten. Jeder Mensch ist anders, aber ausprobieren lohnt sich.


Maria und ich nutzen beispielsweise seit vielen Jahren bereits kein Social Media und wir fühlen uns dadurch viel entspannter, ruhiger und glücklicher damit.


Was kannst du weglassen, damit dir Social Media weniger Energie nimmt?

Du musst nicht gleich alle Konten löschen. Oft genügen ein paar kleine Schritte, damit das Smartphone wieder dir dient und nicht umgekehrt:

  1. Die Apps vom Startbildschirm nehmen: Schieb Instagram und Co. in einen Ordner auf der letzten Seite. Ein Extra-Schritt reicht oft, damit du nicht automatisch draufdrückst. Mehr Ideen findest du in meinem Beitrag Smartphone weniger nutzen: Mach es bewusst langweilig.

  2. Benachrichtigungen ausschalten: So entscheidest du selbst, wann du schaust, und nicht die App.

  3. Konten entfolgen, nach denen du dich schlechter fühlst: Stummschalten genügt auch. Du merkst schnell, welche das sind.

  4. Das Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen: Die erste und die letzte halbe Stunde des Tages ohne Feed tun dem Kopf gut. Was dabei hilft, steht in unserer gesunden Schlafroutine.

  5. Eine Woche Pause ausprobieren: Lösch die App vom Smartphone (dein Konto bleibt bestehen) und schau, wie es dir geht. Danach entscheidest du, was zurückkommt.


Was hat Social Media mit deiner Ernährung zu tun?

Mehr, als man denkt. Auf Social Media begegnen dir jeden Tag Ernährungstipps, und viele davon widersprechen sich. Heute ist Intervallfasten die Lösung, morgen ein neues Superfood, und übermorgen ist plötzlich verboten, was gestern noch gesund war. Kein Wunder, wenn man am Ende verunsicherter ist als vorher.


Dazu kommt: Wer abends lange scrollt, geht oft später ins Bett. Und wer zu wenig schläft, hat am nächsten Tag schneller Lust auf Süsses.


Genau hier ergänzen Maria und ich uns: Ich schaue mit dir auf den Bildschirm, Maria auf das, was auf deinen Teller kommt. Beides hängt oft enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Was passiert, wenn Bildschirm und Teller direkt aufeinandertreffen, schauen wir uns in einem der nächsten Beiträge an.


Fazit: Wie viel Social Media tut dir gut?

Das kannst nur du selbst herausfinden, und am einfachsten gelingt das mit ein wenig Abstand. Social Media macht nicht automatisch unglücklich. Aber wer viel scrollt und sich ständig vergleicht, zahlt oft mit seiner Stimmung und seiner Zeit. Du musst nicht alles aufgeben. Lass weg, was dir nicht guttut, und behalte, was dich mit Menschen verbindet.


Häufige Fragen

Warum fühle ich mich nach Social Media oft schlechter?

Weil man beim Scrollen vor allem die schönsten Momente anderer Menschen sieht und sich damit vergleicht. Dazu kommt, dass ein Feed kein Ende hat: Aus ein paar Minuten werden schnell zwanzig, und danach bleibt oft das Gefühl, Zeit verloren zu haben.

Es kommt stark darauf an, wie man es nutzt. Wer vor allem still zuschaut und durch fremde Bilder scrollt, fühlt sich danach eher schlechter. Wer schreibt, sich austauscht und mit Menschen in Kontakt bleibt, fühlt sich eher verbunden.

Zum Beispiel die Apps vom Startbildschirm nehmen, Benachrichtigungen ausschalten, Konten entfolgen, nach denen man sich schlechter fühlt, das Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen und eine Woche Pause ausprobieren.


Nimmt dir dein Smartphone mehr Energie, als es dir gibt?

Dann schauen wir das gern gemeinsam an. In unserer Begleitung in Zürich und online achten wir nicht nur darauf, was auf deinen Teller kommt, sondern auch auf alles rundherum: dein Zuhause, deinen Kopf und deinen Bildschirm. So finden wir mit dir heraus, was du weglassen kannst, ohne dass es sich nach Verzicht anfühlt. Der erste Schritt ist ein kostenloses Erstgespräch mit Maria und mir.




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