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Gesund essen in den Ferien: Unsere Tage in der Bergpension Sonnmatt

Autorenbild: Maria und Deniz
Maria und Deniz
5. Okt.
6 Min. Lesezeit
Gesund essen in den Ferien: Abendstimmung über dem Toggenburg bei der Bergpension Sonnmatt

Gesund essen in den Ferien ist für uns oft schwieriger als jede Bergwanderung, selbst in teuren Hotels. Umso schöner waren unsere Tage in der Bergpension Sonnmatt in Ebnat-Kappel: Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten, medienfreie Tage und viel Ruhe. Hier erzählen wir, was diese Ferien für uns so besonders gemacht hat.


Das Wichtigste in Kürze

  • Das Essen in der Sonnmatt kommt zu einem grossen Teil aus dem eigenen Garten: naturbelassen und vegetarisch.

  • Gesüsst wird mit Honig oder Datteln statt mit Industriezucker.

  • Kaffee und Alkohol werden nicht angeboten.

  • Kein Fernseher, WLAN in der Nacht aus und nur wenige Gäste: familiär und sehr ruhig.

  • Passend für alle, die Ruhe und Natur suchen und gern wandern.


Warum ist gesund essen in den Ferien so schwierig?

Weil in vielen Hotels beim Essen vor allem die Auswahl zählt und weniger, was drinsteckt. Am Frühstücksbuffet gibt es viel Weissmehl, von Gipfeli bis Toast, aber kaum frisches Gemüse. Bio-Qualität ist selten, bei der Hafermilch steht meist eine mit vielen Zusatzstoffen bereit, und in den Saucen steckt oft versteckter Zucker. Egal, wie viele Sterne ein Haus hat: Auf gesunde Ernährung wird erstaunlich selten Wert gelegt.


Für uns gehört das Essen aber zur Erholung. Wenn wir tagelang essen, was uns nicht guttut, stresst uns das, und dann fühlen sich auch die schönsten Ferien nur halb so erholsam an. Wir wollten deshalb einmal Ferien, in denen wir nicht bei jeder Mahlzeit Detektiv spielen müssen.


Was ist die Bergpension Sonnmatt in Ebnat-Kappel?

Die Sonnmatt ist eine kleine, familiengeführte Bergpension mit Gesundheitszentrum im Toggenburg, die seit über 80 Jahren vegetarisch kocht, ovo-lacto-vegetarisch oder vegan. Weil es hier ganz um die Gesundheit geht, kommt die Küche ohne Alkohol, Kaffee und Industriezucker aus.


Die Familie, die die Sonnmatt führt, nimmt einen so herzlich auf, dass man sich schon am ersten Abend nicht mehr wie ein Gast fühlt, sondern fast wie Besuch. Nichts ist anonym, niemand ist «Zimmer 214». Dazu kommen eine sehr ruhige Lage, viel Holz im Haus und rundherum Natur. Schon beim Ankommen war klar: Hier muss man nichts. Und genau das war der Plan.


Eingangsschild der Bergpension Sonnmatt in Ebnat-Kappel

Wie ist das Essen in der Sonnmatt?

Das Essen in der Sonnmatt kommt zu einem grossen Teil direkt aus dem eigenen Garten, und das schmeckt man bei jedem Bissen. Für uns war dieser Garten das Herz der ganzen Ferien. Lauch, Tomaten, Karotten, Wirsing, Kohl, Grünkohl, Kohlrabi, Kürbis, verschiedene Salate und Kräuter, dazu Äpfel, Birnen, Himbeeren und Brombeeren: Vieles, was auf unseren Tellern lag, ist nur ein paar Schritte vom Esstisch entfernt gewachsen.


Grünkohl im Gemüsegarten der Sonnmatt

Auf den Tisch kamen nur naturbelassene Lebensmittel. Industriezucker gab es keinen; gesüsst wurde mit Honig oder Datteln. Wer jetzt an freudlose Gesundheitskost denkt: ganz im Gegenteil. Unser Lieblingsgericht waren die Haystacks, übersetzt «Heuhaufen». Der Name ist Programm: Reis und Bohnen, dazu Salat, Tomaten, Karotten, Paprika und Oliven, zu einem kleinen, bunten Berg geschichtet. Wir hätten jeden Tag einen davon essen können.



Typisches Hotel und Sonnmatt im Vergleich:

  • Gemüse: im Hotel oft wenig und selten frisch, in der Sonnmatt zu einem grossen Teil aus dem eigenen Garten

  • Lebensmittel: im Hotel oft stark verarbeitet und mit Zusatzstoffen, in der Sonnmatt naturbelassen

  • Süsses: im Hotel Industriezucker, auch versteckt in Saucen, in der Sonnmatt natürlich gesüsst mit Honig oder Datteln

  • Frühstück: im Hotel viel Weissmehl, in der Sonnmatt frisch gebackenes Brot, Gemüse und Obst aus dem Garten


Das Schönste daran: Wir mussten nichts hinterfragen. Kein Etikett lesen, keine Zutatenliste im Kopf durchgehen. Einfach essen und geniessen. Das ist für uns Erholung.


Wie sieht ein Tag in der Bergpension Sonnmatt aus?

Ein Tag in der Sonnmatt hat einen ruhigen, einfachen Rhythmus: Frühstück um 8 Uhr, Abendessen um 17.30 Uhr und dazwischen viel Zeit für Garten, Sonne und Ruhe. Ein festes Mittagessen gibt es nicht. Wir haben mittags Gemüse und Obst gesnackt und durften uns dafür sogar selbst im Garten bedienen.


Früchteteller zum Frühstück in der Sonnmatt

So sah unser Tag aus:

  • 8 Uhr: Frühstück

  • Vormittag: im Garten in der Sonne liegen, die Ruhe geniessen, etwas lesen

  • Mittag: kein festes Mittagessen, sondern Gemüse und Obst direkt aus dem Garten

  • Nachmittag: wieder Garten und Sonne, ab und zu ein kleiner Spaziergang

  • 17.30 Uhr: Abendessen

  • Abend: zurück in unsere kleine Berghütte, noch etwas lesen und früh schlafen


Klingt unspektakulär? Genau das war das Schöne daran.


Wie erholsam sind Ferien ohne Bildschirm und Programm?

Sehr erholsam, vor allem für den Kopf. In unserer kleinen Berghütte gab es keinen Fernseher, und in der Nacht wird das WLAN ausgeschaltet. Das machen wir zuhause übrigens auch, wir haben uns also sofort wie daheim gefühlt, nur mit mehr Holz, mehr Stille und frischer Bergluft.


Unsere kleine Berghütte aus Holz in der Bergpension Sonnmatt

Tagsüber lagen wir oft und gern im schönen Garten in der Sonne und haben vor allem eines gemacht: nichts. Kein Podcast im Ohr, keine Musik im Hintergrund. Mal ein paar Seiten in einem Buch, dann wieder einfach daliegen, die Sonne spüren und den Gedanken beim Weiterziehen zuschauen. Klingt simpel, ist im Alltag aber erstaunlich selten, weil wir jede freie Minute gern mit irgendetwas füllen. Hier durfte der Geist endlich einmal zur Ruhe kommen.


Blick aus dem Fenster der Sonnmatt auf Wiesen und Berge

Spannend fanden wir, was ganz von selbst passiert ist: Wir sind viel früher schlafen gegangen. Am Abend haben wir weder Smartphone noch Laptop benutzt. Nach dem Abendessen ging es ziemlich zügig ins Bett, höchstens noch mit einem Buch. Kein «nur noch kurz die Nachrichten», kein «nur noch schnell die E-Mails». Der Kopf durfte einfach mal abschalten.


Blick über grüne Wiesen ins Toggenburg bei der Sonnmatt

Dabei haben wir nicht auf etwas verzichtet, sondern etwas weggelassen, das uns im Alltag oft gar nicht mehr auffällt. Was uns hilft, das Handy auch zuhause am Abend wegzulegen, zeigen wir in unserem Beitrag zur gesunden Schlafroutine.


Warum machen drei Katzen die halbe Erholung aus?

Weil sie aus einer schönen Pension ein Zuhause machen. Wir geben es offen zu: Wir lieben Katzen. Sehr. Und in der Sonnmatt wohnen gleich drei davon.


Da ist Candy, die süsse Babykatze, die mit ihrer Neugier jeden Raum in Beschlag nimmt. Schnucki, der unwiderstehliche Charmeur, der genau weiss, wie man sich eine Streicheleinheit abholt. Und Giggy, die Magische, die einfach da ist, wenn man sie am wenigsten erwartet. Unser grösster Stress in diesen Ferien war die Frage, welche Katze zuerst gestreichelt wird.


Schnucki, eine der drei Katzen der Sonnmatt, auf der Mauer mit Blick ins Tal

Ein kleiner Hinweis, damit niemand enttäuscht ist: Katzen kann man nicht buchen. Ob alle drei gerade Dienst haben, wenn du kommst, entscheiden sie selbst.


Was macht echte Erholung in den Ferien aus?

Für uns entsteht echte Erholung dann, wenn innen und aussen zusammenpassen: wenn das Essen guttut und die Umgebung zur Ruhe einlädt. Im Nachhinein war es nämlich nicht das Essen allein, das uns so gutgetan hat. Es war das Zusammenspiel: Gemüse und Obst aus dem Garten auf dem Teller, entspannte Stunden in der Sonne, Holz und Stille in der Berghütte, kein Bildschirm am Abend und drei Katzen, die für gute Laune sorgten. Und es waren die Menschen: Die Gastgeberfamilie und auch die anderen Gäste, die wir dort getroffen haben, waren alle sehr herzlich. Über allem lag eine Wohlfühlatmosphäre voller positiver Energie.


Für wen eignet sich die Sonnmatt und für wen eher nicht?

Die Sonnmatt eignet sich für alle, die Ruhe, Natur und frisches, naturbelassenes Essen suchen. Auch wer sich gern draussen bewegt, ist hier gut aufgehoben: Rund um die Sonnmatt kann man schön wandern. Wenn du in den Ferien abschalten möchtest, gern früh schlafen gehst und Tiere magst, bist du hier richtig.


Eher nichts ist sie für dich, wenn du Nachtleben, Abendunterhaltung oder Netflix im Bett suchst oder gern viel Abwechslung um dich hast. Dann wird es dir hier vielleicht etwas zu still. Und wer sich abends auf ein Cordon bleu mit einem Glas Wein freut oder zum Zmorge ein Gipfeli mit Nutella braucht, sollte wissen: Gekocht wird vegetarisch, ohne Industriezucker und ohne Alkohol.


Worauf du achten kannst, wenn dir gesundes Essen in den Ferien wichtig ist

  1. Vor dem Buchen nachfragen: Woher kommen Gemüse und Obst? Aus dem eigenen Garten oder von Betrieben aus der Region?

  2. Nach naturbelassenen Lebensmitteln fragen: Gibt es Bio-Qualität? Welche Pflanzendrinks stehen bereit, und wie lang ist ihre Zutatenliste?

  3. Kleine Häuser in Betracht ziehen: Wo für wenige Gäste gekocht wird, haben wir bisher mehr Frische und mehr Persönlichkeit erlebt.

  4. Saucen und Dressings separat bestellen: So entscheidest du selbst, wie viel versteckter Zucker auf dem Teller landet.

  5. Beim Frühstück weglassen statt draufpacken: lieber weniger Weissmehlgebäck und dafür mehr von dem, was frisch ist, wie Früchte, Gemüse oder Nüsse.


Unser Fazit: Würden wir wieder hingehen?

Klar, auf jeden Fall. Die Sonnmatt ist für uns der seltene Ort, an dem gesundes Essen keine Extrawurst ist (die es dort natürlich auch nicht gibt), sondern selbstverständlich. Schon wenige Tage haben gereicht, um wirklich abzuschalten, und wir haben einiges mit nach Hause genommen: früher ins Bett, abends weniger Bildschirm, öfter einfach mal nichts tun und die Lust, im eigenen Alltag noch genauer hinzuschauen, was auf den Teller kommt.


Apfel aus dem Garten der Bergpension Sonnmatt mit Blick ins Toggenburg

Gesund essen, auch wenn der Alltag voll ist? 

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  • Bunter Salatteller mit Gurken, Rüebli und Tomaten in der Sonnmatt

Persönlicher Erfahrungsbericht. Wir haben unseren Aufenthalt selbst bezahlt und es besteht keine Kooperation mit der Bergpension Sonnmatt.

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